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Taunus-Guide

Meine Heimat ist der Taunus. Dort bin ich geboren, zur Schule gegangen, dort habe ich gearbeitet, dort lebe ich. Vielleicht reicht meine Zeit auch eines Tages für einen Taunus-Guide. Angefangen ist er schon.

 

Der Brunhidisfelsen auf dem Plateau des Großen Feldbergs.

Fangen wir mal oben an. Am Rande des Plateaus des Großen Feldbergs ragen die Quarzitklippen des Brunhildisfelsens aus dem Boden. Diese Quarzitfelsen haben ihren Ursprung im erdgeschichtlichen Devon vor etwa 350 Millionen Jahren.Die Kontinentaldriften haben den Taunus herausgehoben, die Erosion hat ihn ein Stückweit abgetragen. An den harten Quarzitfelsen haben sich die Erosionskräfte Wind, Wasser, Sonne und Frost aber die Zähne ausgebissen. Sie sind zu hart. Ähnliche Quarzitfelsen sind überall in den unterschiedlichsten Formen erhalten geblieben. Am bekanntesten sind die Eschbacher Klippen bei Usingen. Von hier oben bietet sich bei klarer Sicht ein großartiger Blick über den ganzen nördlichen Taunus bis runter zur Lahn.

Der Sage nach hat hier oben auf dem Brunhildisfelsen der Untergang der Nibelungen seinen süßen Anfang genommen. Auf seinem Weg von Xanten nach Worms hat hier oben auf dem Feldberg der Königssohn Siegfried von Xanten die in einem Ring aus Feuer gefangene isländische Königstochter Brunhildis befreit, indem erdie Flammen mutig niederritt. Nachdem Siegfried Brunhildis nach Isand geleitet hatte, ritt er zum Königshof nach Worms. Dort heiratete er die Schwester des Königs. Dem König selbst half er mit Kraft und  Tarnkappe, Brunhildis von Island zu erobern. Als die in Worms ankam, begann das im Nibelungenlid besungene Drama.

Oben auf dem Großen Feldberg

880 Meter reicht der Große Feldberg im Taunus über den Meeresspiegel. Schnee war früher garantiert. Inzwischen gibt es deutlich weniger Tage mit Schnee. Oberhalb von Oberreifenberg sehen wir heute noch die Reste einer früheren Skisprung-Schanze. Der Nordhang des Feldbergs war früher beliebte Skipiste. Inzwischen ist der Skilift abgebaut. 

Wenn auch der Feldberg als Platz für Wintersport an Bedeutung verloren hat, ist er selbst auch weiterhin ein lohnendes Ausflugsziel. Aber auch rund um den Feldberg gibt es viele weitere Ziele, die einen Besuch lohnen. Direkt unterhalb des Feldbergs treffen Wanderer auf die Weilquelle und die Reste von Limes und alter römischer Villa. Den Turm der Ruine Reifenberg sehen wir schon oben vom Feldberg. Ein Besuch lohnt sich. In den Wäldern dahinter finden sich die Reste der alten Raubritterburg der Hattsteiner. Östlich vom Feldberg finden wir das römische Kastell Saalburg mit seinem Museum, am Fuße der Saalburg bei Neu Anspach lädt der Hessenpark zu einem Blick in die Vergangenheit ein. Und im Südwesten des Großen Feldbergs bietet der Kleine Feldberg einen großartigen Rundweg um die nicht zugängliche Wetterstation und den Blick auf die Hochhaus-Silhouette von Frankfurt wie auch den Blick auf den von Sagen umwobenen Altkönig. Der ist ein anderes Ziel.