wolfgang heller - einfach heller lernen
wolfgang heller - einfach heller lernen

Spielend lesen lernen

Es ist schon absurd, zu sehen, wie unsere Pädagogik sich immer wieder um neue Methoden des Lesenlernens müht, obwohl es doch schon eine Methode gibt, die sich seit der Erfindung der Buchstaben bewährt hat. Lasst uns mal kurz in die Geschichte der Buchstaben und des Lesens zurückblicken. 

 

Vor etwa 5000 Jahren fingen die Sumerer um Babylon herum an, aus ihren Wandmalereien Zeichen für Laute, also Buchstaben zu entwickeln. Es waren Bildzeichen für bekannte Objekte. Vor allem Tiere. Also sind unsere Anlaut-Buchstaben genau das, womit unsere Vorfahren das Schreiben und Lesen gelernt haben. Anlautbuchstaben für das Erlernen der Buchstaben sind demnach heute noch genau so bewährt, wie vor 5000 Jahren.

 

Die Phönizier/Punier übernahmen die Schrit der Sumerer, reduzierten aber die Zahl der Schriftzeichen von ursprünglich fast 1000 Schriftzeichen auf 22. Mit ihrer Schreib- und Lesekunst wurden sie erfolgreiche Händler im ganzen Mittelmeerraum

 

Die Griechen - damals führendes mediterranes Kulturvolk - übernahmen die phönizischen Buchstaben, ergänzten sie um die 5 Vokale und führten diese Buchstaben nicht nur in Griechenland ein, sondern auch in ihren Kolonien in Italien.

 

Jahrhunderte später erkannten die Römer den Wert der Schrift, vereinfachten die griechische Schrift zur 'Lateinischen Schrift' und verbreiteten diese entlang der Küste des Mittelmeeres und auch nach Mitteleuropa hinein. Mit der Lateinischen Schrift haben dann auch die Mitteleuropäer Lesen und Schreiben gelernt. 

 

Nicht, dass das immer erfolgreich war. Ich kenne aus meiner Vergangenheit so manchen, der's mit dem Lesen und Schreiben nicht so hatte. Eine solide Grundkenntnis war jedoch nach dem Leseunterricht bei allen vorhanden. Die Lese-Katastrophe brach über Deutchland herein, als die Ganzwort-Lese-Methode in Deutschland eingeführt wurde. Auf einmal konnten ganze Schüler-Generationen nicht mehr richtig lesen. Seit damals doktert die Pädagogik am Lesenlernen herum. Mit geringem Erfolg.

 

Dabei ist der Weg zum erfolgreichen Lesen ganz einfach. 

Lesenlernen in 3 Schritten

 

Lesen lernt sich ganz leicht, schnell und erfolgreich in 3 Schritten:

 

  1. Wir lernen die grafische Form der Buchstaben in Verbindung mit ihrem zugehörigen Laut.
  2. Wir lernen, die Buchstaben/Laute zu Silebn/Wortbausteinen verbinden, zu verschleifen.
  3. Wir lernen, Buchstaben und Silben zu Wörtern zu verbinden. fertig sind wir mit dem Lesen.

 

Von Vorteil bei dem ganzen Prozess ist ein möglichst großer Wortschatz. Kinder, die einen großen Wortschatz haben, erkennen ein Wort leichter, als Kinder mit geringem Wortschatz. Das gilt auch für Migrations-Kinder. Damit ist aber auch die Aufgabe gestellt, Kindern so früh wie möglich einen möglichst großen Wortschatz zu vermtteln.

 

So enfach geht Lesen

 

 

1. Wir lernen die Buchstaben ...

...und ihre lesegerechte Aussprache "spielend" mit dem ABC der Tiere. Spielend lernen wir die Buchstaben, indem wir das Spiel Lese-Safari so oft spielen, bis wir die grafische Form der Buchstaben und den dazu gehörigen Laut verinnerlicht haben.

Wenn ich vor meinen Lesekursen mit Vorschulkindern diesen am Freitag vor der Kurswoche das Spiel mit nach hause gab und die Eltern in einem begleitschreiben bat, mit ihren Kindern das Spiel mehrfach zu spielen, kamen die Kinder montags zum Kurs und konnten/kannten fast alle Buchstaben. Damit war ein guter Start für den Lesekurs gegeben.

2. Wir lernen Buchstaben zu verbinden / zusammenzulesen / zu verschleifen. Wenn wir erst Buchstaben zusammenlesen können, ist der Weg zum Wort nicht weit.

Die Lektion 11 zeigt, wie wir vorgehen. In der ersten Phase verbinden wir Buchstaben im Silbenkreis zu Silben. in der 2 Phase intesivieren / vertiefen wir  diese Übung.

3. Wir bilden und lesen Wörter
In der dritten Phase sind wir dann so weit, aus unseren neu gelernten Kombinationen auch Wörter zu erlesen. Das geht am Anfang noch holprig. Mit zunehmender Übung werden die Kinder immer sicherer.

Ganz wichtig ist an dieser Stelle, ein Wort nicht immer wieder zu üben, bis das Kind das Wortbild erkennt. Das wäre kontraproduktiv. Durch immer neue Kombinationen und immer neue Wörter zwingen wir die Kinder, immer wieder neu Buchstaben zusammenzulesen. So entwickelt sich Lesen.Und so schaffen wir optimale Grundlagen auch fürs spätere Schreiben.

4. Wer Wörter lesen kann, hat das Zeug, alles zu lesen. Ab dann heißt es 'lesen, lesen,lesen, ...'